AKKUSBLOG


Farbenfroh. Nach dem roten R580 präsentiert Samsung mit dem R590 nun die blaue Variante seines 15.6-zölligen Multimedianotebooks, das dank Core i5-450M und GeForce GT 330M nicht nur leistungsfähig ist, sondern durch das integrierte Blu-Ray-Laufwerk gleichzeitig mit einer guten Ausstattung punkten kann.


Momentan sind in Deutschland zwei Versionen des Samsung R590 verfügbar. Den Einstieg bildet dabei das ab 750 Euro erhältliche R590 i3-330M Holest (NP-R590-JS01DE). Wie der Name bereits verrät, verrichtet als Prozessor der Core i3-330M von Intel seinen Dienst, dessen zwei Kerne mit 2.13 GHz takten. Für 900 Euro lässt sich allerdings auch das besser ausgestattete und von uns getestete R590 i5-450M Hava (NP-R590-JS0YDE) erstehen. Hier hat sich Samsung für den brandneuen Core i5-450M entschieden, der mit 2.40 GHz etwas höher taktet und darüber hinaus über eine automatische Übertaktungsfunktion (Turbo Boost) verfügt. Während das günstigere Modell mit einem normalen DVD-Brenner ausgestattet ist, hat Samsung der teureren Variante einen Blu-Ray-Player verpasst.


Bei Bildschirm und Arbeitsspeicher gleichen sich die Modelle hingegen. So löst das 15.6-zöllige Display mit 1366 x 768 Bildpunkten auf, zudem enthält das R590 vier GByte DDR3-RAM (2x 2048 MByte). Um die Grafikberechnungen kümmert sich mit der GeForce GT 330M ein Mittelklassemodell von Nvidia. Windows 7 Home Premium 64bit ist schließlich als Betriebssystem vorinstalliert.

Das Gehäuse des R590 hebt sich angenehm von der Konkurrenz ab. Die hochglänzenden Kunststoffoberflächen sind in einem dunklen Blau gehalten, was den meisten Nutzern eher zusagen dürfte als das Rot des Samsung R580. Schwarze Umrandungen sorgen dabei ebenso für schicke Akzente wie eine feine Linientextur mit der Gehäuseoberseite und Displaydeckel überzogen sind. Das an sich edle Hochglanzfinish hat indes einen entscheidenden Nachteil: Es verschmutzt extrem schnell. Bereits nach kürzester Zeit nehmen Staub und Fingerabdrücke überhand, besonders der glänzende Displayrahmen fällt in dieser Beziehung negativ auf. Wer ein halbwegs sauberes und gepflegtes Notebook sein Eigen nennen will, ist ständig mit der Reinigung beschäftigt (ein passendes Tuch liegt bei).


Von der Stabilität gibt es kaum etwas zu bemängeln. Die Baseunit zeigt sich, mit Ausnahme der Laufwerksumgebung, sowohl auf der Unter- als auch auf der Oberseite relativ verwindungssteif. Der Notebookdeckel lässt sich demgegenüber schon eher verbiegen und durchdrücken, dieser Umstand tritt allerdings bei der Mehrzahl an Notebooks zu Tage. Neben dem einzigartigen Design überzeugt auch die tadellose Verarbeitung: Jegliche Elemente sitzen wo sie hingehören, harte oder unsauber gearbeitete Kanten ließen sich keine feststellen. Die Scharniere agieren hingegen nicht optimal. Durch die sehr strenge Einstellung schwingt das Notebook beim Öffnen des Deckels extrem mit, so dass die Baseunit stets mit einer Hand festgehalten werden muss. Einem komfortablen Transport steht unterdessen nichts im Wege, mit einem Gewicht von 2.6 Kilogramm und einer Größe von 380 x 256 x 39 Millimetern ist das Samsung R590 weder schwer noch wuchtig.


Bis auf Details ist die Anschlussausstattung als gut zu bezeichnen. Die meisten Verbindungsmöglichkeiten hat Samsung dabei auf der linken Seite untergebracht. Was Rechtshänder freuen dürfte, könnte sich für Linkshänder als störend erweisen. Dem ungeachtet verfügt die linke Seite über ein Kensington Lock, Gigabit-LAN, eine eSATA/USB 2.0-Combo, einen USB 2.0-Port sowie einen 34mm ExpressCard-Einschub. Externe Monitore lassen sich wie üblich per VGA oder HDMI verbinden. Die Soundausgabe fällt mit einem einzigen Anschluss etwas dürftig aus, ein Surroundsignal kann das R590 nicht ausgeben. Auf der rechtenSeite sitzen neben dem Blu-Ray-Laufwerk indes zwei übereinanderliegende USB 2.0-Ports (insgesamt 4x USB 2.0), die sich bei Bestückung jedoch gegenseitig blockieren können. Auf der Vorderseite versteckt sich zusätzlich noch ein einsames Kartenlesegerät. Drahtlose Verbindung erhält der Nutzer lediglich über WLAN, Bluetooth fehlt. Ein integriertes Mikrofon und eine 1.3 Megapixel Webcam komplettieren das Paket.


Ebenso wie beispielsweise Acer, Asus, Toshiba oder Sony zählt auch Samsung zu den Herstellern, die ihre Notebooks mit Unmengen an (größtenteils überflüssiger) Software füttern (siehe Screenshot). Die negativen Folgen einer derart überfüllten Installation sind schnell ausgemacht. So nimmt der Bootvorgang unverhältnismäßig viel Zeit in Anspruch. Des Weiteren reagiert das System, vor allem direkt nach dem Start von Windows, ungemein träge. Man könnte beinahe den Eindruck gewinnen, ein leistungsschwaches Netbook vor sich zu haben.


Das sich viele Programme überdies im Infobereich der Taskleiste einnisten und gerne mit nervigen Popup-Meldungen auf sich aufmerksam machen, gestaltet die Situation nicht besser. Über eine ausgedehnte Deinstallation der entsprechenden Ressoucenfresser kommt der Nutzer also kaum herum. Neben einem äußerst kompakten 90 Watt Netzteil und einigen Infoheften präsentiert sich der Lieferumfang übrigens enttäuschend karg. Der Hersteller hat sowohl auf Treiber-DVDs als auch auf Datenträger mit dem Betriebssystem verzichtet.


Die Eingabegeräte hinterließen einen guten, aber keineswegs überragenden Eindruck. Angefangen bei der Tastatur, die primär mit ihren freistehenden Tasten (15 x 15 mm) und ihrem durchdachten Layout punkten kann. Als weiteres positives Merkmal wäre das durchweg angenehme Auslösegeräusch zu nennen. Einen dedizierten Nummernblock hat Samsung trotz des eingeschränkten Platzangebotes ebenfalls untergebracht. Bezüglich Tastendruckpunkt und -Anschlag herrscht indes Verbesserungsbedarf, das Tippgefühl erschien uns etwas schwammig. Im Gegensatz zu den meisten Notebooks enthält das R590 übrigens gleich zwei Fn-Tasten, mit denen sich Funktionen wie Lautstärke- und Helligkeitsregelung ansteuern lassen.


Das Touchpad ist mit einer Größe von 75 x 45 mm passabel dimensioniert. Obwohl das Touchpad in der Gehäusefarbe gehalten und nicht abgesenkt ist, geht die Orientierungsmöglichkeit gerade noch in Ordnung. Zum einen hat Samsung das Touchpad mit einer leicht strukturierten Oberfläche versehen, die auf Dauer jedoch etwas rau ist und für eher mäßige Gleiteigenschaften sorgt. Zum anderen befinden sich an den vier Ecken jeweils kleine Pünktchen, die bei Aktivität blau leuchten und so ein gewisses optisches Feedback garantieren. Bezüglich der der Präzision gibt es nichts auszusetzen, die recht weit innen liegende, vertikale Scrollfunktion geht nach etwas Übung gut von der Hand. Die zuverlässigen Multitouchfunktionen (Scrollen, Zoomen und Drehen) sind weitere Stärken des R590. Die beiden Touchpadtasten, die sich in einer durchgehenden Leiste vereinigen, hätten demgegenüber einen längeren Tastenweg vertragen.


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